FritzReporterin Jule Jank testet ein Leihfahrrad auf dem Tempelhofer Feld. (Foto: Fritz)
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- Der Leihräder-Check

Was sie können und was sie kosten

Früher türmten sich Hundehaufen in Berlin, jetzt sind es Leihfahrräder. Es fühlt sich so an, als würde monatlich ein neuer Anbieter Räder regnen lassen. 30.000 Leihfarräder sind mittlerweile laut Senat in Berlin am Start. Damit Ihr den Überblick behaltet, haben wir drei der größten Anbieter getestet.

Welches Rad hat am meisten drauf?

Drei FritzReporter haben die Leihfahrräder einem Realitätscheck unterzogen: Kim Neubauer hat ein Rad von Mobike getestet, Jule Jank ein Lidl-Bike und Konrad Spremberg ein Nextbike.

Fahrradexperte Peter Feldkamp von der Initiative Volksentscheid Fahrrad und Changing Cities hat außerdem mit uns geprüft, welches Rad technisch am meisten drauf hat. Schaut auch in unsere Instagram-Story vom Tempelhofer Feld!

Drei Anbieter im FritzCheck

  • FritzReporter Konrad Spremberg testet ein Leihfahrrad auf dem Tempelhofer Feld. (Foto: Fritz)
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    Info: Nextbike ist das öffentliche Fahrradleihsystem der Stadt Berlin. Etwa 5000 Rädern sind im Angebot. Die Räder könnt Ihr entweder an festen Stationen in der Stadt ausleihen oder sie stehen auf der Straße. Ihr findet sie über die App.

    Registrierung: Funktioniert per App, an den eigenen Terminals, die in der Stadt verteilt sind oder per Hotline (da kostet es allerdings drei Euro). Die Verifizierung des Kundenkontos kostet ein Euro. Das ist gleichzeitig Euer Startguthaben. Nach der Abbuchung über eine Kreditkarte wird Euer Konto freigeschaltet.

    Preis: 30 Minuten Fahrzeit kosten im Basistarif einen Euro. Jede weitere halbe Stunde kostet 1,50 Euro. Maximal werden 15 Euro am Tag berechnet. Zahlt Ihr den Jahrestarif von 50 Euro oder seid Ihr Kunden des Streamingdienstes Deezer, ist die erste halbe Stunde kostenlos.

    Reporter-Check: Konrad fand die App etwas unübersichtlich. Beim Rennen ist er seinen Kolleginnen davongeradelt. Es ist kein Rennrad, fährt sich aber solide. Besonders schick fanden es aber die FritzReporter nicht.

    Schrauber-Check: Die Räder sind sehr zuverlässig. Drei Gänge reichen für den Berliner Stadtverkehr aus. Das Rad ist etwas schwer, was aber kein Problem ist. Der Favorit unseres Experten!

     

  • FritzReporterin Jule Jank testet ein Leihfahrrad auf dem Tempelhofer Feld. (Foto: Fritz)
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    Info: Anbieter ist die Deutsche Bahn mit der Supermarktkette Lidl als Sponsor. Vor etwa einem Jahr sind sie an den Start gegangen.

    Registrierung: Ihr registriert Euch über die Webseite. Eine Basismitgliedschaft für ein Jahr kostet drei Euro. Ausleihen könnt Ihr die Räder entweder über die App oder per Telefon, indem Ihr die Nummer des gewünschten Rads angebt. Ihr braucht also nicht unbedingt ein Smartphone.

    Preis: Der Basistarif kostet 1,50 Euro für die ersten 30 Minuten, jede weitere Stunde kostet einen Euro. Maximal kostet es 15,50 Euro pro Tag. Alternativ könnt Ihr auch 49 Euro im Jahr bezahlen und zahlt für die erste halbe Stunde nur 50 Cent. Die Räder könnt Ihr überall innerhalb des S-Bahn-Rings abstellen. Wenn Ihr sie an den jeweiligen Rückgabestationen abstellt, zahlt Ihr 50 Cent weniger.

    Reporter-Check: Jule hat ein Lidlbike gefunden, das gar nicht in der Karte der App verzeichnet war. Beim Rennen lag Jule zunächst vorn, wurde dann aber von Konrad überholt. Im FahrradStylecheck hat es aber nur mittelmäßig abgeschnitten, denn unsere Tester fanden es zu funktional.

    Schrauber-Check: Im Prinzip ganz tauglich, um durch die Stadt zu fahren. Abstriche gibt's aber für den Gepäckträger. Darauf eine Tasche zu befestigen, so dass sie nicht runterfällt, ist fast unmöglich.

  • FritzReporterin Kim Neubauer testet ein Leihfahrrad auf dem Tempelhofer Feld. (Foto: Fritz)
    Fritz

    Info: Mobike ist ein Bikesharing-Anbieter aus China, der seit November 2017 auch ein Angebot in Berlin hat. Die Fahrräder stehen überall in der Stadt verteilt und können über die eigene App gefunden werden. In der App kann man die Bikes auch reservieren.

    Registrierung: Für die Anmeldung müsst Ihr die Mobike-App runterladen. Per SMS-Code könnt Ihr Euch registrieren und müsst danach per Kreditkarte eine Kaution von zwei Euro bezahlen. Am Fahrrad angekommen, scannt Ihr dann einen Code am Lenker ein.  

    Preis: Nach der Registrierung müsst Ihr Euer Guthaben aufladen. Generell kostet eine einzelne Fahrt einen Euro für 20 Minuten. Alternativ gibt es einen Flatrate-Tarif. Mit dem könnt Ihr so viel Fahren wie Ihr wollt und zahlt nur diesen Tarif.

    Reporter-Check: Kim hat gleich mal die Alarmanlage ausgelöst, ansonsten hat das Ausleihen problemlos geklappt. Kims Mobike war beim Rennen das langsamste und hatte keine Chance. Ein sehr schlankes Rad, das die FritzReporter hipper und cooler als die anderen Räder fanden. Für sehr große Menschen ist es aber eher ungeeignet.

    Schrauber-Check: Die Vollgummireifen können nicht platt werden, sind aber nicht so bequem zu fahren. Es hat keine Gangschaltung. Auf längeren Strecken macht das keinen Spaß.

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