Platencover von Romanos neuem Album "Copyshop". Zu sehen ist Romano selbst, der am Kopiergerät steht.
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Bild: Universal Music Download (mp3, 1 MB)

- Romano "Copyshop"

Eine detailverliebte Ode an Ost-Berlin

Fritz meint:

Die schönsten Zöpfe Ost-Berlins sind wieder am zappeln - heute kommt "Copyshop" raus, die neue Platte von Romano. FritzReporter Bruno Dietel hat sich in einer Eckkneipe in der Köpenicker Bahnhofstraße eingenistet und Romanos neues Meisterwerk für Euch gehört.

Grundehrlich, verschroben und schnoddrig

Während in Kreuzberg und Neukölln vegane Dumplings den ehrlichen Döner an der Ecke ersetzen und Altberliner Stammkneipen durch fancy Craft-Beer-Experience-Stores ausgetauscht werden, ist der ostige Berliner Osten noch ein grundehrliches, verschrobenes, schnoddriges Pflaster. Alles, was man braucht, gibt es im Center um die Ecke. In die große Stadt fährt man nur zum Arbeiten und das hat für Romano alles mit Scannen, Drucken und Kopieren angefangen.

Von Pferdesportwetten und Verschwörungstheorien

Vom Copyshop am Ostkreuz geht es mit dem prallevollen Sextrain voller ostberliner Arbeitsnomaden zurück nach Köpenick. Dort kann Romano mit Jogginghose und Schlappen rumlaufen - hier ist er zu Hause und das Märchenviertel ist sein Wohnzimmer. Die Beats pumpen wie knarzende Dielen im alten Köpenicker Schloss.

Romano "Mutti"

Romano rappt in seiner Hood - auf einem Fest in Köpenick. (Foto: Fritz)
Fritz

Detailverliebt, lokal und nostalgisch

Von Freiheit 15 bis zum Dahmeufer an der Schlossinsel, vom Forum bis zum Müggelsee - "Copyshop" ist detailverliebt lokal. Und vor allem wieder nostalgisch, wie seine letzte Platte - da darf selbst Puhdy Maschine nicht fehlen, wenn es um Papa und die Wende geht.

Nichts für Spandau

Natürlich ist diese sehr detailverliebt beobachtende Musik nicht für die große Welt gedacht, nicht einmal für Ku'damm, Nollendorfplatz und erst recht nicht für Spandau. Aber schöner lässt sich eine Ode an dieses so grundehrliche, verschrobene, schnoddrig-schöne Ost-Berlin kaum schreiben. Das werden da draußen nicht alle verstehen - aber einen besseren Fuchs als Romano kann es dafür kaum geben.

Übrigens: Romano hat die RadioFritzen Max Ulrich und David Krause neulich in der Taxizentrale Ulrich Krause beehrt.

VÖ: 08.09.2017

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1 Kommentar

  1. 1.

    Würde er nicht ein Ur-Berliner sein, würde sich diesen Mist kein Mensch anhören. Ihr feiert es nur deswegen, gut ist es nämlich absolut NICHT!

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