- 30 Jahre nach dem Supergau

So sieht's heute in Tschernobyl aus

Super-GAU mit Folgen

Am 26. April 1986, vor etwas mehr als 30 Jahren, ist der Block 4 des ukrainischen Kernkraftwerks Tschernobyl in die Luft geflogen. Auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse wurde das Unglück als erstes Ereignis in die höchste Kategorie "katastrophaler Unfall" eingeordnet. Der erste sogenannte Super-GAU der Geschichte hatte weitreichende Folgen: Durch die Explosion und den tagelang andauernden Brand des Reaktors wurden radioaktive Partikel freigesetzt und durch Winde auch bis zu uns nach Deutschland getragen.

Evakuierung nach einem Tag

Am heftigsten war die Belastung natürlich für die Menschen in direkter Nachbarschaft zum Atomkraftwerk. Die Stadt Prypjat ist in Sichtweite des Kraftwerks und nur fünf Kilometer entfernt. Sie wurde ein Tag nach dem Unglück evakuiert. Das geschah so schnell, dass die Bewohner kaum Zeit hatten, ihr ganzes Hab und Gut mitzunehmen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht heute davon aus, dass durch die freigesetzte Strahlung insgesamt etwa 8000 Menschen gestorben sind.

Neue Schutzhülle

Jetzt bekommt die Atomruine eine neue Schutzhülle aus Stahl. Sie soll das bisherige Provisorium aus Beton ersetzen und 100 Jahre lang halten. Außerdem soll sie es ermöglichen, den radioaktiven Müll zu bergen und entsorgen.  

Sperrzonen-Tourismus

Inzwischen sind wieder Besucher in der Sperrzone unterwegs. Dabei ist die Radioaktivität immer noch deutlich erhöht. Auch FritzNachrichtenmann Timo Mascheski war neugierig und hat sich auf eine geführte Tour durch die albtraumhaft verstrahlten und überwucherten Überreste eines der größten Atomunglücke der Geschichte begeben.

Unterwegs nach Tschernobyl

FritzReporter Weißrussland und Tschernobyl besucht. Ihr seht hier ein Standbild seines Snaps, den er für hochkant gemacht hat. (Quelle: Fritz)

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3 Kommentare

  1. 3.

    Hallo Patrick! Ich würde Dir in einem ersten Schritt empfehlen, Dich wirklich über die Risiken zu informieren, die es zweifelsohne gibt. Am besten machst Du das bei renommierten Organisationen - nicht bei Touranbietern. Und dann musst Du für Dich selbst entscheiden, ob es Dir das Risiko Wert ist. Für die Reise brauchst Du unbedingt einen Reisepass. Ohne kommst Du nicht in die Sperrzone. Die eigentliche Tourenabwicklung ist erstaunlich einfach - die "Reiseveranstalter" nehmen Dir Vieles ab.

  2. 2.

    Was ist das für 1 Interview? Hochkant, Schnitttechnik? Alles nicht so einfach in Tchernobyl?

  3. 1.

    Hallo Radiofritzen, bin ebenfalls an so einer Reise interessiert, da ich dieses Thema sehr spannend finde, könntet ihr mir sagen wie man einen Trip dorthin plant, also wo man sich anmelden muss was man beachten muss usw. Viele Grüße Patrick

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