Neues Wort
Rita Ora "Ora"
Gute Songs, gute Produktion - kein eigener Stil
Mit einem Debüt-Album eines R&B-Dancefloor-Sternchens ist das ja so eine Sache…die Singles sind ganz toll, der Hype is groß und das Album is dann… naja, sagen wir mal ernüchternd.
Bis zum ersten Album musste Rita Ora viel Geduld beweisen: Entdeckt wurde sie schon 2005 – mit 14, dann folgten erste Auftritte in Bars in und um London, ein Produktionsvertrag, ein Job im Schuhgeschäft, ein paar Feature - doch das passende Plattenlabel fand sie erst 2009 - Und dann ausgerechnet das von Jay-Z. Gepushed von Größen wie Tinie Tempah und Drake landete die Engländerin in diesem Sommer schließlich gleich drei Mal ganz oben in den heimischen Charts.
Angeblich klingt ihr Album so wie ihr Leben. Offensichtlich besteht dann genau das aus Ragga, Elektro und viel R&B und Rock. Kein Wunder, nennt die Newcomerin, die ihren Busen geil, aber Vergleiche mit Rihanna doof findet, als größte Vorbilder Gwen Stefanie und Beyoncé. Zwei Jahre Arbeit und die Hilfe von Stars wie will.i.am und Kanye West hat sie in ihr Debüt gesteckt. Wobei die Hitsingles und die Töne, die etwas Abseits vom Dancefloor stattfinden, zu den Highlights gehören.
Hinter den Reglern dieser Scheibe saß dann auch kein geringerer als ihr Label-Boss Jay-Z persönlich – dem Rita Ora, sollte sie das ernst gemeint haben, musikalisch gehörig ist wie nix. Und so kommen sehr gute Songs mit sehr guter Produktion heraus, die aber immer wieder an die oder die erinnern. Kurz: Mit diesem Album wird Ora zu Recht die volle Aufmerksamkeit bekommen – jetzt muss sie nur noch ihren eigenen Stil mehr herausarbeiten.
VÖ: 19.10.2012
Beitrag vom Do, 18.10.12
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