Neues Wort
Boys Noize "Out Of The Black
Club-Ballerei für den gehobenen Elektro-Geschmack
"What You Want" - das ist, was Ihr wollt, das ist, was Ihr bekommt, knattert uns der erste Track von "Out Of The Black" mit raspeliger Drohnenstimme entgegen. Was wir wollen, das weiß Boys Noize anscheinend ganz genau und drückt zum Auftakt so knackig auf die Tube, wie er es seit seinem Debüt "Oi Oi Oi" nicht mehr getan hat.
Breit pumpende Elektrobeats und streng nach hinten gekämmte Synthies waren schon immer Alex Ridhas Fachgebiet. Dazu viel spitzes Gefiepe und fertig ist der Abriss. Und auch die für Ridha ebenfalls zur Trademark gewordenen Vocoder-Stimmen sind erneut mit dabei. Das kennen wir, das macht Laune und funktioniert auf der Tanzfläche immer noch hervorragend. Besonders überraschen kann uns Boys Noize damit allerdings nicht mehr.
Dass sich "Out Of The Black" dann doch von den ersten beiden Boys Noize-Platten abzusetzen vermag, macht sich erst zur Halbzeit des Albums bemerkbar. "Circus Full Of Clowns" brennt sich mit einem heißgeschichteten Hip Hop-Beat ins Trommelfell und bei "Conchord" packen Ridha und sein Kumpel Siriusmo den Diskofunk aus, bevor Snoop Dogg mit "Got It" eines der absoluten Highlights dieses Albums eintütet. Kurzum: "Out Of The Black" ist sechsmal Club-Ballerei und sechsmal Futter für den gehobenen Elektro-Geschmack. Da sollte sich jeder irgendwo, irgendwann wiederfinden.
VÖ: 4.10.2012
Beitrag vom Do, 04.10.12
- Versenden
- Kommentieren
- Bookmarken


























