Graffiti6 "Colours"

Cover des Albums (Quelle: Capitol / EMI)

Tanzbar und vielschichtig

Zugegeben, die Scheibe ist sogar noch älter als wir denken. Als sich der Singer/Songwriter Jamie Scott und Produzent TommyD 2008 zusammenpacken, um eigentlich an einem Folk-Song zu basteln, entstehen plötzlich immer mehr gemeinsame Nummern im psychedelisch-poppigen R&B-Sound. Um diesen zu konservieren, veröffentlichen sie schon 2010 ihr Album "Colours" auf eigene Kosten und eigenem Label in England. Doch wenn ein Jahr später ein Plattenriese anklopft und der Sound sowieso verdammt frisch klingt, warum so ein Meisterstück nicht noch einmal rausbringen? Am besten gleich weltweit.

Der eine Teil von Graffiti6, Jamie Scott, wird nur wenigen bekannt sein. Bei TommyD aber könnte es durchaus klingeln. Er drehte schon für Jay-Z, Kanye West und Adele an den Reglern. Zudem produzierte er, die Älteren könnten sich erinnern, auch vor 20 Jahren den Right Said Fred-Über-Hit "I’m too sexy".  Was für ein Glück, dass der Graffiti6-Sound zwar oft genauso tanzbar, aber wesentlich vielschichtiger daher kommt. Der Stil wechselt immer wieder, mal hauen die treibenden Beats Euch weg, mal tragen sie einen chilligen Song, während die Melodien und dieser meist übersteuerte Gesang Euch nach und nach fesseln.

Album des Jahres, Album meines Lebens, bestes Debüt ever: Die Fans in England und Amerika überschlagen sich in ihren Lobeshymnen. Durchaus zu Recht! Mittlerweile haben es die Songs der beiden Multiinstrumentalisten sogar in Fernsehserien wie "Grey's Anatomy" oder "CSI: NY" und die Fußballsimulation "FIFA 12" geschafft. Und vielleicht auch bald in Euren Plattenschrank.

Fritz meint:Fritz meint: Vier von fünf Sternen

VÖ: 07.09.2012

 

 

 

Beitrag vom Do, 06.09.12

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Graffiti6-Sänger Jamie Scott (Quelle: EMI Music)

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