Neues Wort
Conor Maynard "Contrast"
Schmachtende Stimme, gute Songs
Erst hat Conor Maynard nichts anderes gemacht, als mit einem Kumpel Videos ins Netz zu stellen, in denen er Songs von Taio Cruz, Rihanna oder Ne-Yo covert. Und eben dieser Ne-Yo hat dann seinen Song "Beautiful Monster" aus dem Mund von Conor Maynard im Netz gesehen. Daraufhin hat er ihn über Skype kontaktiert, was schließlich so eine Welle gemacht hat, dass die Plattenfirmen aufmerksam wurden. Inzwischen ist das Debüt-Album fertig.
Manche wollen in ihm schon den neuen Justin Bieber sehen, weil er so jung ist und ein Teenie-Schwarm. Aber der 19jährige Conor Maynard aus Bighton passt musikalisch eher zu Justin Timberlake. Auf den beiden Singles, die es bisher von ihm zu hören gab, hat er seinen Stilmix schon angemeldet: Beats aus Hip Hop und Dance, Synthies aus House und Dubstep. Und darüber seine kräftigen und meist schmachtenden R & B Vocals.
Es war diese Stimme, von der die Leute der Plattenfirma überzeugt waren, als sie den jungen Conor Maynard im Netz entdeckt hatten. Also abgesehen von dem Hundeblick. Mit dem und den Vocals ist die Jobbeschreibung von Maynard auch schon vollständig. Er ist der Performer, der genau das machen muss, was er mit den Coversongs im Netz schon gezeigt hat. Dass er das kann, daran lässt er auf dem Debut "Contrast" keinen Zweifel.
Die weitaus wackeligere Komponente waren die Songs. Und da hat das Label Mut bewiesen und nicht nur erwartbare Superstars ans Pult geholt, sondern hauptsächlich ein zwar solides aber frisches Team, das mit ganz unterschiedlichen Künstlern wie Noisettes, Jessie J und Sugarbabes Erfolg hatte. Sie haben Conor Maynard gute Songs geschrieben, die zu ihm passen und modern klingen, ohne sich zu sehr an Moden wie Dubstep anzubiedern. Ein Album, mit dem Maynard erwachsen genug rüberkommt, um die Bieber-Rufe verstummen zu lassen.
VÖ: 27.07.12
Beitrag vom Fr, 27.07.12
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