Neues Wort
"Rocksmith"
Virtueller Gitarrenworkshop
Gesamtbewertung
- echte Gitarre im Spiel
- nichts für Anfänger
- frustrierende Anzeige
- verschenktes Potential
Die gute Nachricht zuerst: Die Hardware funktioniert. Ihr könnt an Eure Konsole oder PC eine echte E-Gitarre oder einen E-Bass mit dem mitgelieferten Kabel anstöpseln. Das Spiel erkennt problemlos und direkt, welche Töne Ihr wie spielt. Das weckt natürlich schnell die Hoffnung in Möchtegern-Rockstars, dass sie hier quasi spielend Gitarre und Bass lernen können. Und in der Tat beginnt “Rocksmith” wie ein geduldiger Gitarrenlehrer.

Das Spiel beginnt, wie Ihr es aus anderen Musikspielen bereits kennengelernt habt: Die Anzeige von Noten auf bunten Bahnen. Letztlich müsst Ihr dann Eurer Gitarre nur den entsprechenden Sound entlocken. Aber wie greift Ihr verschiedene Töne? Wie könnt Ihr einen Akkord am besten üben? Fragen, auf die das Spiel zwar Antworten in Form von ein paar Lernvideos geben möchte, aber seid Ihr kein geübter Gitarrist, wird das Spiel schnell frustrierend. Das hier ist nichts für Anfänger!
Als Zielgruppe bleiben Leute, die das alles schon wissen. Sie könnten theoretisch mit Hilfe von "Rocksmith" üben. Aber auch hier tritt schnell Frustration auf. Die Anzeige ist nämlich sehr verwirrend und zum freien Spielen ist "Rocksmith" auch nicht richtig geeignet. Dazu ist das Menü kompliziert und die Speicher und Ladezeiten zu lang. Anscheinend fiel die Entscheidung schwer, ob "Rocksmith" ein Spiel oder ein virtueller Gitarrenworkshop sein soll. So taugt es als keines von beiden.
"Rocksmith"
- Windows PC ca. 70 Euro
- XBox 360, PS3 ca. 80 Euro
- 200 Euro für Version mit Gitarre
- USK: ab 6 Jahren
- Website des Spiels
Beitrag vom Mo, 01.10.12
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