Neues Wort
It's Movember
Ein Schnurrbart für die gute Sache
Am Donnerstag ist der 1. Movember. Ja, Ihr habt richtig gelesen: Movember. Der elfte Monat des Jahres wird nämlich von ganz vielen Männern in dieser Welt benutzt, um sich einen Schnurrbart, einen Moustache, wachsen zu lassen. Aber warum? Gehen die modisch überhaupt? Fragen, die uns Gesine Kühne beantworten kann.
Gesine, welche Hipster haben sich den Schnurrbartquatsch ausgedacht?
Nix mit Hipstern, sondern ein Australier namens JC. Der hat das in einer Trinklaune heraus in einer Kneipe erfunden. Zusammen mit ein paar anderen frisch rasierten Jungs hat JC Polaroids gemacht und anschließend einen Schnurrbart reingemalt, den sie dann züchten wollten. 30 Tage später wurde ausgewertet, wem der schönste Pornobalken gewachsen ist.
Also eigentlich nur einen Kneipenwette. Aber dann wurde es zu einer Aktion, um eine Stiftung gegen Prostatakrebs zu gründen. Jeder hatte gefragt, was dieser hässliche Schnurri solle. Damals meinten sie: " Wir wollen den Moustache zurück! Schließlich haben auch Einstein und Hendrix und Magnum einen getragen. "Heute sagen sie: Ich lasse einen Schnurrbart wachsen, um auf die Prostatakrebsvorsorge aufmerksam zu machen!" Das steckt hinter dem Movember!
Aber wie genau hilft denn da das Schnurrbartwachsenlassen?
Wenn jemand, der noch nie eine Popelbremse hatte, plötzlich eine hat, fragen Freunde und Kollegen natürlich nach. Dann wird erzählt, dass täglich 30 Männer an Prostatakrebs sterben und schon gibt es Aufmerksamkeit.
JC von Movember will folgendes erreichen: "Unser Ziel ist es, Spaß zu haben für einen ernsten Zweck. Wir kommen nicht mit dem Klingelbeutel, wir sind keine Wohltätigkeitsorganisation, wir verteilen keine Schleifen. Wir sind eine richtige Stiftung. Unser Claim lautet: Echte Männer lassen sich echte Schnurrbärte wachsen. Unser Ziel für dieses Jahr ist, dass sich möglichst viele Männer bei uns registrieren und sich einen Schnurri wachsen lassen, um zu sehen, wie er aussieht."
Diese Movember-Stiftung forscht übrigens seit knapp zehn Jahren in Sachen Prostatakrebs.
Aber wie kriegen die ihr Geld?
Jeder, der sich registriert und sich einen Mo wachsen und damit ein "Mo Bro" wird, kann sich von Freunden und Bekannten sponsern lassen. Das ist alles. Dieses Geld geht an die Stiftung. Und da kommen die Frauen ins Spiel, die "Mo Sis". Sie dürfen den coolsten Schnurrbärten mit Geld belohnen.
Beitrag vom Mo, 29.10.12
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