Musikjournalisten, tote Fische und das Jahr 2130

Bücher (Quelle: dpa)

Nachschub für Euer Bücherregal

Zwei Musikjournalisten scheitern an ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen, ein Drehbuchautor landet in der Psychatrie und der vermeintliche Held und Lebensretter stellt sich als der meistgesuchte Verbrecher des Landes heraus. Das alles erwartet Euch in den Buchtipps der Woche!

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Arezu Weitholz "Wenn die Nacht am stillsten ist"

Anna und Ludwig arbeiten in Hamburg als Musikjournalisten. Offiziell sind sie nur Kollegen, doch seit mehreren Monaten läuft mehr. Eines nachts sitzt Anna an Ludwigs Bett. Es ist ihr letzter gemeinsamer Abend, denn Ludwig hat Schlaftabletten genommen. Viele. Schlaftabletten.

Sie weiß nicht, ob er sie noch hören kann, doch sie nutzt den Moment, um ihm zu sagen, was ihr seit acht Monaten auf der Seele brennt. Sie spricht vom Suizid ihres Vaters, ihrer depressiven Mutter und ihrer Zeit in Südafrika. Das alles passte nie in Ludwigs schillernde Welt, in der vor allem Macht, Geld und Style zählt. "Wenn die Nacht am stillsten ist" ist ein gelungener Roman über eine Liebe, die von Anfang an zum Scheitern gezwungen war. 

Fritz meint: Fritz meint: Fünf von fünf Sternen

Was: Arezu Weitholz "Wenn die Nacht am stillsten ist"
Wo: Antje Kunstmann Verlag
Wie viel: 224 Seiten, 17,95 Euro
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Charles D’Ambrosio "Museum für tote Fische"

In acht Geschichten erzählt uns der Autor Charles D’Ambrosio von gebrochenen Herzen, Hoffnung und Enttäuschung. Diese erlebt auch der Drehbuchautor in der titelgebenden Kurzgeschichte. Obwohl er einen Haufen Kohle mit seinen Drehbüchern verdient, denkt er oft an den Tod und landet in der Psychiatrie. Dort lernt er eine Frau kennen, die in der Klinik nur als Ballerina bekannt ist.

Durch die krankhaften Verletzungen, die sie sich zufügt, kommt er allmählich wieder zurück in die Realität. Mal abstoßend, mal amüsant und immer mit sehr viel Liebe fürs Detail sind die Geschichten in "Museum für tote Fische“ zwar nicht immer weltbewegend, aber es gibt Passagen, die man ausschneiden und an den Spiegel kleben möchte!

Fritz meint: Fritz meint: Vier von fünf Sternen

Was: Charles D’Ambrosio "Museum für tote Fische"
Wo: Berlin Verlag
Wie viel: 384 Seiten, 22,99 Euro
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Marie Lu "Legend - Fallender Himmel" (Hörbuch)

Wir befinden uns in Los Angeles. Der ehemalige Westen der USA ist mittlerweile "die Republik“ und die befindet sich in einem dauerhaften Krieg mit den Nachbarn. Die fünfzehnjährige June kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus und ist die hochbegabteste und vielversprechendste Soldatin der Republik. Der gleichaltrige Day kommt aus den Slums und ist der meistgesuchte Verbrecher des Landes.

Doch bevor die beiden die Identität des anderen kennen, wird June in einen Kampf verwickelt und Day rettet sie aus der lebensgefährlichen Situation und versorgt sie für mehrere Tage. Jetzt wird es noch verzwickter, denn nach einiger Zeit begreift June, dass der Junge, der ihr das Leben gerettet hat, der ist, der ihren Bruder getötet hat. Der Junge ist Day. Wie kann er einen Menschen umbringen und gleichzeitig so liebevoll sein? Irgendetwas scheint an der Geschichte nicht zu stimmen. Nach und nach beginnt sie zu verstehen, dass sie bisher nur die halbe Wahrheit kannte.

"Legend - Fallender Himmel“ ist ein spannender Debütroman, der durch die beiden Sprecher Julian Greis und Patrycia Ziolkowska noch mehr an Fahrt gewinnt. Eine eindeutige Hörempfehlung!

Fritz meint: Fritz meint: Fünf von fünf Sternen

Was: Marie Lu "Legend - Fallender Himmel" (Hörbuch)
Wo: Hörcompany
Wie viel: sechs CDs, 24,95 Euro

Beitrag vom Di, 11.09.12

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