Neues Wort
Berlin ist voll!
Und die Wohnungsnot in der Hauptstadt steigt
Ihr merkt es in der S-Bahn, im Stadtverkehr und auf der Straße: Berlin ist voll! Fast 160.000 Leute sind im letzten Jahr in die Hauptstadt gezogen. Auf der anderen Seite haben knapp 120.000 die Spreemetropole verlassen. Heißt: Wir sind schon wieder 40.000 mehr geworden - innerhalb eines Jahres. Außerdem wurden mehr Kinder geboren, als Menschen gestorben sind.
Selbst Ur-Berliner finden keine Bleibe
Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Stadtverkehr, sondern auch auf den Wohnungsmarkt. Wer in Berlin eine Bleibe sucht, kann das momentan echt vergessen – selbst wenn man die Szeneviertel einmal ausklammert. Und nicht nur Studenten strömen zum Semesterstart in die Stadt und finden keine Bleibe. Auch echte Ur-Berliner tun sich mittlerweile schwer bei der Wohnungssuche.
12.000 neue Wohnungen wären nötig
Doch laut Experten wäre die Wohnungsnot in Berlin vermeidbar. Der Stadtökonom Ulrich Pfeiffer sagte der Berliner Zeitung, dass der Bau von 10.000 bis 12.000 neuen Wohnungen pro Jahr nötig sei, um der Wohnungsnot in der Hauptstadt entgegen zu wirken. Pfeiffer fordert damit deutlich mehr Wohnungen als momentan vom rot-schwarzen Senat geplant sind.
Demos in Kreuzberg und Friedrichshain
Durch den Mangel an Wohnungen steigt natürlich die Nachfrage für leerstehende Wohnungen und entsprechend schnellen auch die Mietpreise in die Höhe. Viele Berliner sind deshalb sauer und haben zuletzt in Kreuzberg und Friedrichshain gegen steigende Mieten demonstriert. Der Berliner Senat steht also unter Zugzwang.
Beitrag vom Di, 02.10.12
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