Neues Wort
Alle Wege führen nach Strom
...aber teuer wird's!
Die Bundesregierung hat ein ehrgeiziges Ziel: Die Energieversorgung Deutschlands soll bis zum Jahr 2050 größtenteils durch erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie gewährleistet werden. Der Atomstrom soll eine immer geringere Rolle spielen.
Diese sogenannte "Energiewende" kostet, besonders der Ausbau der Netze und der Infrastruktur. Und da die Energiekonzerne diese Kosten nicht alleine tragen wollen, geben sie diese an uns Verbraucher weiter – über den Strompreis. 5,3 Cent pro Kilowattstunde sind dafür ab 2013 zu zahlen. Eine Umlage, die einem Drei-Personen-Haushalt etwa 60 bis 80 Euro im Jahr zusätzlich kosten wird.
Problem: Ökostrom ist teuer
Das Problem: Im EEG (dem Erneuerbare-Energien-Gesetz) wird garantiert, dass jeder, der Ökostrom produziert und den ins Energienetz einspeist, diesen mit einem garantierten Preis abgekauft bekommt. Das bedeutet, je mehr Solarparks und Windkraftwerke ans Netz gehen, desto mehr (teurer) Oköstrom wird produziert und muss auch gekauft und finanziert werden.
Woher kommt aber die Ansage, dass der Strom bis zu 30 Prozent teurer wird? Diese Zahl hat der Vattenfall-Europa-Chef in einem Zeitungsinterview ins Spiel gebracht. Und auch andere "Energieriesen" sind der Meinung, die Energiewende und die damit verbundenen Kosten sorgen für einen Anstieg des Strompreises.
Weniger Einnahmen für die großen Konzerne
Natürlich sind die großen Energiekonzerne keine Fans der Energiewende. Denn viele neue Energieversorger werden Ökostrom produzieren und verkaufen. Neue Konkurrenz für die großen Konzerne, die dadurch weniger Einnahmen erwarten.
Beitrag vom Mo, 15.10.12
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| Play | Warum kommt die EEG-Umlage? | 3:58 |
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