Neues Wort
Mehr rechtsextremistische Übergriffe in Brandenburg
Wie kommt das?
Die Worte "Rostock ist überall!" müssen nicht zwingend was Schlimmes bedeuten - zum Beispiel, wenn es um Fußball geht. Werden sie aber nachts an die Wand eines Asylbewerberheims gesprüht, ist klar: Da will jemand Erinnerungen an den fremdenfeindlichen Naziterror in Rostock vor 20 Jahren wecken. Genau das ist jetzt in Waßmannsdorf bei Schönefeld passiert.
Das ist aber nur ein Beispiel der rechtsextremistischen Anschläge, die es in dieser Woche in Berlin und Brandenburg gab. Nicht nur auf Asylbewerberheime, sondern auch auf linke Jugendklubs, engagierte Privatleute sowie Parteibüros wurden Angriffe verübt. Das Innenministerium bestätigte dem rbb bereits, dass die Zahl der rechtsextremen Straftaten in Brandenburg erstmals seit 2011 gestiegen ist. Rechnet man nach, kommt man auf einen Zuwachs von elf Prozent.
Wie kommt das?
An vielen Orten der Übergriffe wurde die Schmiererei "Nationaler Widerstand Berlin" gefunden. Das ist eigentlich "nur" eine Website. Dass vielleicht mehr dahintersteckt, ist momentan nicht auszuschließen. Möglicherweise gab es auch Absprachen zwischen verschiedenen Gruppierungen, meint rbb-Reporter Thorsten Mandalka, der sich ausführlich mit den Anschlägen der vergangenen Tage beschäftigt hat.
Beitrag vom Do, 11.10.12
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| Play | Offensichtlich gab es Absprachen | 3:54 |
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