Für die Aktivisten von Occupy wird die Luft immer dünner. Nach New York und Düsseldorf wurde jetzt auch das berühmteste deutsche Occupy Camp in Frankfurt geräumt.
Richter erkennen kein gemeinsames Ziel mehr
Die Aktivisten hatten zwar einen Eilantrag dagegen gestellt. Der wurde aber vom Verwaltungsgericht Frankfurt abgelehnt. Die Begründung: Es sei kein gemeinsames Ziel der Menschen erkennbar, die sich noch in dem Camp aufhielten. Die Zeltstadt muss außerdem ziemlich verwahrlost gewesen sein. Die Richter fanden die hygienischen Verhältnisse nicht mehr akzeptabel.
Das Camp wurde ursprünglich als Protest gegen die Übermacht der Banken vor der Europäischen Zentralbank aufgebaut. Inzwischen dient es auch Roma-Familien, Drogensüchtigen und Obdachlosen als Unterschlupf.
Wie sich das Frankfurter Occupy-Camp seit seiner Entstehung entwickelt hat, könnt Ihr hier sehen.
Außerdem könnt Ihr Euch hier Bilder von der Räumung des Camps ansehen und Euch mal anhören, warum Occupy als Bewegung trotzdem nicht tot ist: Wir haben nämlich mit dem Protestforscher Klaus Schönberger gesprochen - und der meint: Eine Bewegung ist nicht vorbei, nur weil ein Camp dichtgemacht wird. Aber wie geht es dann weiter?