Neues Wort
20 Jahre Rostock-Lichtenhagen
Sinnbild für Fremdenfeindlichkeit
Könnt Ihr Euch noch an den 22. August 1992 erinnern? Damals, kurz nach der Wiedervereinigung, gab es die massivsten fremdenfeindlichen Übergriffe der deutschen Nachkriegsgeschichte. Hunderte Rechtsextreme zogen vor das Ausländerwohnheim in Rostock-Lichtenhagen. Bewaffnet mit Steinen und Molotowcocktails steckten sie Wohnungen in Brand, attackierten Polizei und Feuerwehrleute.
Polizei lässt Asylbewerber alleine
Am Höhepunkt der Ausschreitungen zog sich die überforderte Polizei gänzlich zurück und ließ den Mob gewähren. In dem Asylbewerberheim waren daraufhin hunderte eingeschlossene Vietnamesen und ein Fernsehteam des ZDF völlig auf sich alleine gestellt. Beschämend: Diese menschenverachtenden Ausschreitungen passierten unter den Augen von bis zu 3000 applaudierenden Passanten.
Negativer Höhepunkt der Gewalt gegen Ausländer
Seitdem steht Rostock Lichtenhagen sinnbildlich für Fremdenfeindlichkeit. Die damaligen Ausschreitungen stehen aber auch in Zusammenhang mit der Ausländer- und Asyldebatte Anfang der neunziger Jahre, als gewalttätige Übergriffe gegen Ausländer und Einwanderer ihren negativen Höhepunkt in Deutschland erreichten.
Wenn Ihr Euch selbst einen Eindruck von den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen verschaffen wollt, klickt einfach auf das unten stehende Video.
Beitrag vom So, 26.08.12
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| Play | Als Skins Kommandos gaben | 1:44 |
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