Neues Wort
Nur ein Stückchen Haut?
Beschneidung als Zeichen religiöser Zugehörigkeit
Wenn die Worte "Penis" und "schneiden" in einem Satz genannt werden, spüren die meisten Jungs wahrscheinlich schon einen stechenden Phantomschmerz im Bereich ihres besten Stücks.
Dabei sind Beschneidungen gar nicht so selten. Die Ursachen dafür sind heutzutage größtenteils religiös oder medizinisch.
Im prüden 18. und 19. Jahrhundert gab es für Beschneidungen noch einen anderen Grund: In Europa und den USA wurden Jungen zur Prävention gegen Masturbation beschnitten. Ohne das kleine Stückchen Haut sollte ihnen die Lust an der Selbstbefriedigung vergehen.
Religiöse Beschneidungen
Im Judentum wird die Beschneidung als Eintritt in den Bund mit Gott angesehen. Traditionell werden Neugeborene am achten Tag nach der Geburt beschnitten. Wenn das nicht möglich ist, weil der Säugling noch zu schwach oder gesundheitlich angeschlagen ist, soll das Ritual bis zum 13. Lebensjahr nachgeholt werden.
Auch muslimische Jungen sollten traditionell bis zum 13. Lebensjahr beschnitten werden. Ähnlich wie im Judentum gilt das Ritual als Zeichen der Religionszugehörigkeit. Oft wird es als Nachahmung des Propheten Mohammed interpretiert, der bereits ohne Vorhaut zur Welt gekommen sein soll.
Medizinische Gründe
Ein medizinischer Grund für eine Beschneidung ist die Vorhautverengung. Wie der Name schon sagt, ist die Vorhaut dabei einfach zu eng und lässt sich nicht mehr vollständig zurückziehen. Dadurch können sich Bakterien einnisten, die gefährliche Infektionen und langfristig sogar Tumore verursachen können.
In Afrika wird die Beschneidung sogar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefördert. Dadurch soll die Verbreitung von AIDS eingedämmt werden. Die Entfernung der Vorhaut hat also auch hygienische Gründe: Danach können sich dort nicht mehr so viele Bakterien ansammeln.
Probleme
Wenn eine Beschneidung fachgerecht durchgeführt wird, gibt's selten Probleme. Gefährlich kann es allerdings werden, wenn im religiösen Rahmen das Stückchen Haut mit einem heißen Draht auf dem elterlichen Esstisch entfernt wird. Die hygienischen Verhältnisse sind bei unprofessionellen Eingriffen in den meisten Fällen mangelhaft, so dass gefährliche Infektionen und sogar Verstümmelungen die Folge sein können.
Als Argument gegen ein Verbot religiöser Beschneidungen wird deshalb auch häufig angeführt, dass Operationen dann vermehrt illegal unter unprofessionellen und gefährlichen Bedingungen ablaufen würden.
Beitrag vom Do, 09.08.12
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Mein Sohn wurde mit 4Jahren komplett beschnitten allerdings aus medizinischen Gründen.Wir leben im Jahre 2012 da sollten Mädchen nicht mehr verschandelt werden an dieser empfindlichen Körperstelle und Jungs nicht ohne medizinischen Grund beschnitten werden. Nur weil man die Schmerzen im Alter vergisst heißt es nicht das es keine Verletzung des Menschen ist.
Thema Kinder: man hätte da einfach nicht so laut drüber diskutieren sollen. Aber jetzt wo es raus ist, finde ich man sollte Kinder nicht operieren wenn sie gesund sind. Das kann man locker nachholen wenn ein Mensch alt genug ist sich bewusst für eine Religion zu entscheiden...
Fanatasie und Gefühl ersetzt kein beschnittener Penis. Ich hab lieber jemanden, der weiß was ich mag. Ich mir doch "wurscht" wie dit da nu jenau aussieht!