Neues Wort
BTU+HL= BTU C-S
Brandenburger Hochschulfusion beschlossen
Es ist amtlich: Der Brandenburgische Landtag hat der Hochschulreform zugestimmt. Ab dem 1. Juli 2013 werden die Hochschule Lausitz und die BTU Cottbus zusammengelegt werden, obwohl es nach wie vor starken Widerstand gegen diese Fusion gibt.
40,54 Kilogramm Unterschriften
Die Volksinitiative "Hochschulen erhalten" hatte etwa Unterschriften gesammelt - und zwar über 40 Kilo davon! Also keine paar Fetzen Papier: Diese Liste wog bei der Übergabe tatsächlich 40,54 Kilogramm. Es sind also eine ganze Menge Menschen, die keinen Bock auf eine Fusions-Uni haben. Die Entscheider scheint das nicht nachhaltig beeindruckt zu haben. Die Fusion ist beschlossen.
Was bedeutet die Fusion?
Die Standorte sollen viel enger zusammen arbeiten. Beide Unis kriegen klare Aufgaben- und Ausbildungsbereiche. In Cottbus könnt Ihr dann Maschinenbau, Informatik und Energie studieren, in Senftenberg alles zum Thema Gesundheit.
Studienplätze bleiben
An den beiden Standorten sollen weiter rund 10.000 Leute studieren können. Was sich definitiv ändern wird, ist der Name: "Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg“ wird die Uni in Zukunft heißen. Kann sich zwar niemand merken, kommt aber trotzdem gut an, denn die Cottbuser Studenten, Professoren und Politiker hatten Angst, durch einen neuen Namen den lange aufgebauten, guten Ruf ihrer Uni zu verlieren. Zwischenzeitlich sollte die nämlich nur "Energieuniversität Lausitz“ heißen. Jetzt bleibt das BTU im Namen.
Wut und Ängste
Werden durch die Fusion Gelder gestrichen? Gibt es bald weniger Profs? Leidet die Forschung darunter? Vieles muss noch geklärt werden: Der Studierendenrat der BTU Cottbus fühlt sich von der Landesregierung nämlich total veräppelt. Die 33.000 Stimmen, die er gegen die Fusion gesammelt hat, wurden von der Politik einfach beiseite gewischt.
Viele Studenten verunsichert
Mit dieser Unterschriftenaktion hatten sich die Fusionsgegner zwar eine Anhörung im Wissenschaftsausschuss des Brandenburger Landtags Ende Oktober 2012 erkämpft, doch diese änderte nichts. Vielmehr sollte den Gegnern das Projekt schmackhaft gemacht werden. So sollen rund 2000 Mitarbeiter zu den bisherigen Bedingungen übernommen werden. Außerdem bekommt die neue Universität 66 Millionen Euro pro Jahr - so viel Geld wie bisher beide Hochschulen zusammen. Kritiker glauben, dass es sich dennoch um ein verdecktes Sparprogramm handelt. Viele Studenten sind verunsichert und haben die Hochschule bereits verlassen.
Beitrag vom Mi, 10.04.13
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Das war doch von vornherein eine Zwangsfusion. Die Senftenberger sind viel zu lange blind den vermeintlichen Verlockungen der "neuen, tollen" Lausitz-Uni gefolgt. Wie die Demokratie hier mit Füßen getreten wird und die Regierung hier gegen die Interessen der Bevölkerung vorgeht ist unglaublich!
Es ist eine Schande wie in einer Demokratie mit den Interessenbekundungen von 33000 Leuten umgegangen wird. Das Ergebnis "Fusion" stand von vornherein fest und wurde nur über die Zeit gerechtfertigt. Keiner, auch nicht die achso "investigativen" Medien, haben das jemals in Frage gestellt. TRAUER.