Neues Wort
Existenzminimum für alle
Asylbewerber bekommen mehr Geld
Die Ärmsten der Armen in unserer Gesellschaft sind nicht Hartz-IV-Empfänger, sondern Asylbewerber. Sogar das Grundrecht auf ein Existenzminimum wurde ihnen verweigert - bis jetzt: Das Bundesverfassungsgericht hat nämlich entschieden, dass 224,97 Euro im Monat für einen erwachsenen allein lebenden Asylbewerber viel zu wenig ist.
Gleiches Recht für alle
Rückwirkend zum 1. Januar 2011 kann ein allein lebender Erwachsener jetzt mit 336 Euro im Monat rechnen. Begründung: Das Existenzminimum sei für alle gleich. Zum Vergleich: Der Hartz-IV-Regelsatz liegt zurzeit bei 374 Euro. Darin enthalten ist auch ein Zuschuss für Möbel, den Asylbewerber wegen der bereits möblierten Unterkünfte nicht bekommen.
Cash auf die Hand hat ein Asylbewerber allerdings oft nur 130 Euro - vorher waren es sogar nur 40 Euro. Den Rest des Geldes kann ihm die Behörde in Form von Sachleistungen oder Gutscheinen auszahlen.
In der Praxis
Da Beamtendeutsch und schnöde Zahlen die Realität wenig verständlich machen, hat sich FritzReporterin Teresa Sickert mit Karolin aus Kenia im Asylheim in Luckenwalde getroffen. Hört selbst!
Beitrag vom Mi, 18.07.12
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Das mit dem Vereisen wollen verstehe ich jetzt nicht. Die junge Frau kommt aus Kenia und ist jetzt in Luckenwalde. Das setzt doch eine Reise voraus. Will sie innerhalb dieser Reise jetzt noch eine Reise machen?