Neues Wort
Chaos im Computer
Schluss mit dem digitalen Messietum!
Aufräumen! Macht! Spaß! Dreht und wendet diese Wörter, wie Ihr wollt: Nur die wenigsten von Euch werden einen Sinn in ihnen erkennen. Auch wir Fritzen sind ja nicht immer die alleroberordentlichsten. Aber: Wir haben einen Hausnerd, und der schafft Ordnung. Ok, vielleicht nicht hier in der Redaktion, aber dafür auf'm Desktop!
Jeden Tag finden wir im Netz tausend interessante Links, schießen hunderte schicker Fotos und bekommen Millionen mehr oder weniger spannende E-Mails. Und alles sammelt sich auf unserer Festplatte, unseren Smartphones und in unseren Postfächern an, bis es ein riesiger Berg ist, den niemand mehr durchschaut. Abhilfe kann nur einer schaffen: Unser Hausnerd Marcus Richter.
Marcus, wenn wir im Netz einen Link finden, der irgendwie spannend aussieht, speichern wir den in unserer Linkliste. Das Ergebnis: Da sind jetzt gaaanz viele Links und niemand hat 'ne Ahnung, worum es da geht. Wie machen wir das in Zukunft besser?
Da gibt es drei Lösungen: Die ganz einfache ist Instapaper. Das ist im Prinzip auch nur eine Linksammeliste, die aber einen besonderen Vorteil hat: Sie funktioniert auch auf vielen mobilen Geräten. Das heißt, Ihr könnt dort auch Links eingeben, wenn Ihr unterwegs seid – und könnt dann zu Hause am Rechner bequem auf dem großen Browser schauen, was Ihr da gesammelt habt.
Etwas umfangreicher ist Delicious. Das ist eine Webseite, bei der Ihr Euch einen Account anlegt. Dann installiert Ihr einen kleinen Button in Eurem Webbrowser. In Zukunft speichert Ihr Eure Links dann darüber. Der Vorteil: Ihr könnt Schlagworte und sogar eine kurze erklärende Beschreibung angeben. So lassen sich die Links viel leichter wiederfinden, weil ja sofort dran steht, um was es geht.
Der Luxuswagen unter den Linkdiensten ist Evernote. Da könnt Ihr nicht nur Links abspeichern und verschlagworten, da wird gleich der ganze Text einer Seite übernommen, den Ihr dann auch weiterverarbeiten könnt. Das ist fast schon ein bisschen viel – aber wenn Ihr häufig mit Texten aus dem Web arbeitet, sehr hilfreich.
Dann sind die Links in Zukunft schön geordnet, wie sieht es mit unseren Fotos von Digitalkamera und Smartphone aus?
Ich hab mir verschiedene Bilderverwaltungsprogramme angeschaut und kann am ehesten Picasa empfehlen – ein Programm von Google. Wenn Ihr Eure Fotos vom Gerät runterladet, werden die Bilder automatisch in Ordnern mit dem passenden Datum einsortiert, die Ihr dann auch genau so auf Eurer Festplatte findet.
Das Programm ist sehr übersichtlich, Ihr könnt Bilder ganz einfach in neue Alben einsortieren. Und es gibt sogar einfache Bildbearbeitungsmöglichkeiten und eine automatische Gesichtserkennung, die Euch Fotos einer bestimmten Person raussucht. Ich persönlich würde allerdings Picasa nur offline verwenden – es besteht nämlich auch die Möglichkeit, Bilder zu Google hochzuladen. Picasa gibt es für Windows und Mac – Linuxuser sollten Digikam oder gThumb ausprobieren.
Ok, die Fotos sind also auch wegsortiert – was machen wir jetzt mit unseren Mails?
Euch einen Filter einrichten. Das können alle Mailprogramme und auch viele Webmailer. Ihr könnt Regeln definieren, in denen etwa steht: Wenn der Betreff zum Beispiel "Fritz" enthält oder die Mail von "Chris Guse" kommt, wird die Mail an einem bestimmten Ort abgespeichert – oder sogar gelöscht, auch das kann man definieren!
Hier zeigt sich allerdings: Auch das beste Werkzeug hilft nichts, wenn Ihr nicht diszipliniert seid. Also: Mailfilter einrichten - es geht ganz einfach! - und alte Mails einsortieren oder gleich löschen. Wenn erstmal Ordnung herrscht, fällt das mit dem Sauberhalten auch viel leichter - versprochen! Bloß doof, dass es dafür noch keine App gibt.
Keine App, aber etwas anderes... Wie wäre es denn etwa mit einer Putzfrau für Digitalien? Die findet man ja bestimmt auch im Netz...
Beitrag vom Mo, 16.07.12
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